Der moderne Zahnarzt – verkaufen oder heilen?

Der moderne Zahnarzt - verkaufen oder heilen?
© labormikro

Zahnschmerzen können wirklich übel sein. Man kann nicht schlafen, nicht essen und man würde alles dafür tun, diese unerträglichen Schmerzen zu stoppen. Umso besser ist es, wenn ein Zahnarzt zur Verfügung steht, dem vertraut wird und bei dem auch ohne Termin im Notfall sofort vorgesprochen werden kann, ohne am Empfang zu hören zu bekommen: "nicht ohne Termin"! Nun müssen Zahnärzte auch Geld verdienen und das ist selbstverständlich kein Verbrechen. Doch nach vielen Kürzungen im Gesundheitswesen beschweren sich mehr und mehr Patienten darüber, dass der gewählte Zahnarzt oftmals nur, für den leidenden Patienten eine kostenpflichtige Behandlung anbietet, ohne das von der Kasse übernommene Verfahren zu erwähnen. Der moderne Zahnarzt – verkaufen oder heilen? Es existieren im Netz verschiedene Bewertungs-Portale nicht nur für Zahnärzte . Diese können vom Patienten dazu genutzt werden, nach der Behandlung, eine Bewertung des Zahnarztes abzugeben. Doch auch diese Portale geraten in die Kritik. So soll es schon mehr als einmal vorgekommen sein, dass berechtigte negative Kritik von dem jeweiligen Portal entfernt wurde. Dann stellt sich natürlich die Frage: Wozu ist ein solches Portal dann nützlich, wenn nur positive Beiträge erlaubt sin? Nun springen die gesetzlichen Krankenkassen auf das Boot mit den Bewertungen auf und lassen ihre Kunden über die Zahnärzte "richten" . In der Hoffnung, dass die Krankenkassen etwas unabhängiger agieren, als so manches Bewertungs-Portal, kann nur gehofft werden, dass bei diesen Bewertungen eine berechtigte negative Kritik nicht gleich wieder entfernt wird !

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Auch der Zahnarzt muss einfach mal sein

Auch der Zahnarzt muss einfach mal sein
© dierk schaefer

Es gibt Ärzte die auch heute noch Angst und Schrecken verbreiten, vor allem der Zahnarzt steht da meist an erster Stelle. Dennoch muss auch dieser Besuch einfach mal sein, denn wer sich da sträubt, wird meist anschließend richtig zur Kasse gebeten. Schon lange übernehmen gesetzliche Krankenkassen in diesem Bereich nicht mehr stets alle Kosten, wer da einen Zahnersatz benötigt, muss schnell mit ein paar tausend Euro rechnen. Gerade die Kosten machen den Zahnarzt nicht unbedingt sympathischer, regelmäßige Kontrolluntersuchungen können aber oft das Schlimmste verhindern. Dennoch gibt es zahlreiche Menschen die, schon seit Jahren eine solche Praxis nicht mehr von innen gesehen haben. Oft ist es die Angst, aber auch die Scham die, den Besuch beim Zahnarzt schwerfallen lassen.

Dabei hat sich auch hier in den letzten Jahren einiges getan, so arbeiten auch diese Ärzte mittlerweile mit Vollnarkosen oder gar mit Hypnose. So mancher Zahnmediziner hat sich da auf Angstpatienten spezialisiert und bietet gleich zahlreiche schmerzfreie Alternativen an. Vor allem Eltern sollten ihren Kindern die Angst vorm Zahnarzt nehmen oder diese gar nicht erst entstehen lassen. Schon beim ersten Milchzahn sollte man daher einen solchen Arzt aufsuchen und die Besuche so zur Routine werden lassen, schnell merken Kinder dass, ein Zahnarzt doch eigentlich gar nicht so schlimm ist.

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Entschuldigen Sie, wir haben in den nächsten 3 Monaten keinen Termin frei!

Entschuldigen Sie, wir haben in den nächsten 3 Monaten keinen Termin frei!
© tuev_sued

Diesen Satz oder einen ähnlichen bekommen inzwischen viele gesetzlich Krankenversicherte zu hören, wenn sie bei einem Arzt oder Zahnarzt einen Termin haben möchten . Mit Zahnproblemen oder mit einem Leiden 3 Monate warten. Kann das sein? Nicht wirklich, denn kein Vertrags-Arzt darf einen Patienten ablehnen. Aber wer nicht Privatversichert ist, kann es bei der Arztsuche schwer haben und wird oftmals den Satz zu hören bekommen: "Entschuldigen Sie, wir haben in den nächsten 3 Monaten keinen Termin frei!" Das hat aber nichts damit zu tun, dass der Arzt oder der Zahnarzt den Patienten nicht mag, weil er arm ist oder der Zahnarzt gerne einen neuen Sportwagen haben möchte. Es ist leider so, das nach all den Kürzungen im Gesundheitswesen vielen Praxen leider nichts anderes übrig bleibt, als sich auf die Behandlungen zu konzentrieren an denen sie wirklich Geld verdienen können. Und das sind die Behandlungen bei den Privat-Patienten. Die Gesundheits-Politik hat die Ärzte dazu getrieben, dass sie nun wählerisch sein müssen . Und mal im Ernst: Mag einer zu einem Arzt gehen, bei dem man weiß, dass er lieber Private als gesetzliche Patienten behandelt? Es ist traurig aber wahr, obwohl ein Alt-Kanzler einmal genau das Gegenteil gesagt hat und meinte man dürfe den sozialen Statuseines Menschen nicht an den Zähnen erkennen können !

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